Zuletzt aktualisiert am 28. Januar 20257 Minuten Lesezeit

Konflikte in der Ausbildung meistern

Die häufigsten Gründe für Konflikte in der Ausbildung sind:

  • Kommunikationsprobleme zwischen Azubi und Ausbilder
  • Unklarheit über Aufgaben und Erwartungen
  • Über- oder Unterforderung im Betrieb
  • Probleme mit Arbeitszeiten oder Überstunden
  • Schwierigkeiten in der Berufsschule

In den folgenden Abschnitten zeigen wir dir, wie du diese Herausforderungen Schritt für Schritt angehst und welche Unterstützung du dabei in Anspruch nehmen kannst.

Typische Konfliktsituationen in der Ausbildung

Die richtigen Ansprechpartner bei Problemen

Strategien zur Konfliktlösung

Ein konstruktiver Umgang mit Konflikten beginnt mit der richtigen Vorbereitung. Bevor du ein klärendes Gespräch suchst, solltest du dir über deine eigenen Ziele und Erwartungen klar werden. Sammle konkrete Beispiele für die Situation, die dich belastet, und überlege dir auch, welche Lösungsvorschläge du einbringen könntest.

Vorbereitung eines Konfliktgesprächs

Das Gespräch führen

Wähle für das Gespräch einen ruhigen Zeitpunkt und einen neutralen Ort. Bitte deinen Ausbilder um ein Vier-Augen-Gespräch und plane dafür ausreichend Zeit ein. Beginne das Gespräch mit einer sachlichen Schilderung der Situation aus deiner Sicht. Verwende dabei "Ich-Botschaften" statt Vorwürfe zu machen. Sage zum Beispiel: "Ich fühle mich unsicher, wenn ich keine Rückmeldung zu meiner Arbeit bekomme" statt "Sie geben mir nie Feedback".

Konstruktive Gesprächsführung

Ein erfolgreiches Konfliktgespräch basiert auf diesen Grundsätzen:

  • Beschreibe die Situation konkret und sachlich
  • Höre aktiv zu und lasse dein Gegenüber ausreden
  • Frage nach, wenn du etwas nicht verstehst
  • Bleibe respektvoll, auch wenn du anderer Meinung bist
  • Konzentriere dich auf Lösungen, nicht auf Schuldzuweisungen

Nachbereitung und Vereinbarungen

Am Ende des Gesprächs sollten konkrete Vereinbarungen stehen. Fasse die besprochenen Punkte zusammen und dokumentiere sie schriftlich. Ein Beispiel könnte sein: "Wir haben vereinbart, dass ich jeden Freitag ein kurzes Feedback-Gespräch zu meinen Aufgaben bekomme und Überstunden mindestens drei Tage vorher angekündigt werden."

Professionelle Unterstützung einbinden

Wenn sich im direkten Gespräch keine Lösung abzeichnet, zögere nicht, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die Ausbildungsbegleiter der Kammern können zum Beispiel ein moderiertes Gespräch anbieten, bei dem beide Seiten ihre Sichtweisen einbringen können.

Prävention für die Zukunft