Fachgespräch und Projektpräsentation Checkliste
Kostenlose Checkliste für die mündliche Projektprüfung: Präsentation strukturieren, Fachgespräch vorbereiten und typische Fehler vermeiden.
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Die Fachgespräch-Checkliste hilft dir, Projektpräsentation und mündliche Prüfung gezielt vorzubereiten. In der Projektprüfung reicht es nicht, dein Ergebnis zu zeigen. Du musst erklären können, warum du so vorgegangen bist, welche Alternativen du geprüft hast, wie du Qualität nachgewiesen hast und woran man erkennt, dass dein Projektziel erreicht wurde.
Die Checkliste ist besonders für Fachinformatiker gedacht, passt aber auch für andere IT-Berufe mit betrieblicher Projektarbeit.
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Die Checkliste bekommst du kostenlos per E-Mail. Trag dich unten ein und bestätige deine E-Mail-Adresse. Danach schicken wir dir den Link zum PDF.
Nutze das PDF am besten erst, nachdem du deine Projektdokumentation in grober Form fertig hast. Dann kannst du gezielt prüfen, ob Präsentation und Fachgespräch den roten Faden deiner Dokumentation aufnehmen.
Was die Checkliste abdeckt
Der mündliche Teil des Projektbereichs besteht aus Projektpräsentation und Fachgespräch. In der Fachinformatiker-Ausbildungsverordnung beträgt die Prüfungszeit dafür insgesamt höchstens 30 Minuten; die Präsentation soll höchstens 15 Minuten dauern. Die konkrete Einladung, Technikvorgaben und organisatorischen Details kommen von deiner IHK.
| Bereich | Ziel |
|---|---|
| Präsentationsstruktur | In höchstens 15 Minuten Problem, Lösung, Ergebnis und Bewertung zeigen |
| Fachliche Entscheidungen | Technologien, Architektur, Tests und Alternativen begründen |
| Wirtschaftlichkeit | Kosten, Nutzen, Zeitersparnis oder Qualitätsgewinn erklären |
| Qualitätssicherung | Testfälle, Abnahme und Soll-Ist-Vergleich nachvollziehbar machen |
| Prüfungstag | Technik, Unterlagen, Zeitgefühl und Auftreten vorbereiten |
Wenn du diese fünf Bereiche sicher erklären kannst, bist du solider vorbereitet als mit einer auswendig gelernten Präsentation.
15-Minuten-Struktur für die Projektpräsentation
| Abschnitt | Zeit | Inhalt |
|---|---|---|
| Einstieg | 1-2 Minuten | Projektumfeld, Problem, Ziel |
| Analyse und Planung | 3 Minuten | Ist-Zustand, Anforderungen, Alternativen, Entscheidung |
| Umsetzung | 4-5 Minuten | zentrale technische Schritte, nicht jedes Detail |
| Qualität und Wirtschaftlichkeit | 3 Minuten | Tests, Abnahme, Kosten/Nutzen, Soll-Ist-Vergleich |
| Fazit | 1-2 Minuten | Ergebnis, Abweichungen, Lernpunkte |
Ein häufiger Fehler ist eine Präsentation, die zu lange bei der Ausgangssituation bleibt und am Ende keine Zeit mehr für Bewertung, Tests und Wirtschaftlichkeit hat. Genau diese Punkte sind für viele Prüfungsausschüsse wichtig.
Typische Fragen im Fachgespräch
Bereite nicht nur Antworten auf Produktfragen vor. Prüfer fragen oft nach Entscheidungen und Alternativen.
Typische Fragen:
- Warum haben Sie diese Lösung gewählt?
- Welche Alternative haben Sie verworfen und warum?
- Wie haben Sie die Anforderungen aufgenommen?
- Welche Risiken gab es im Projekt?
- Wie haben Sie getestet?
- Woran erkennt der Auftraggeber, dass das Projektziel erreicht wurde?
- Wie würden Sie das Projekt mit mehr Zeit verbessern?
- Welche Kosten sind entstanden?
- Welche Sicherheitsaspekte waren relevant?
- Welche Teile des Projekts waren eigenständig Ihre Leistung?
Schreibe dir zu jeder Frage eine kurze Stichpunktantwort. Im Fachgespräch musst du nicht wie in einem Vortrag sprechen, aber du brauchst klare, fachliche Antworten.
Punktekiller vor der Prüfung
- Die Präsentation wiederholt nur die Dokumentation, statt die wichtigsten Entscheidungen zu erklären.
- Technische Begriffe werden benutzt, aber nicht sauber erläutert.
- Es gibt keine nachvollziehbar geprüfte Alternative zur gewählten Lösung.
- Tests sind nur Screenshots ohne Aussage.
- Wirtschaftlichkeit besteht aus einem Pflichtsatz ohne Rechnung oder Nutzenargument.
- Abweichungen vom Plan werden verschwiegen.
- Die Präsentation passt nicht zum genehmigten Projektantrag.
Wenn einer dieser Punkte auf dein Projekt zutrifft, arbeite ihn vor der Prüfung nach. Prüfungsausschüsse suchen keine perfekte Geschichte, sondern nachvollziehbares fachliches Vorgehen.
Probeablauf für deine Vorbereitung
Übe die mündliche Prüfung mindestens zweimal vollständig. Einmal allein, damit du die Zeit kontrollierst. Einmal mit einer anderen Person, damit Rückfragen entstehen.
Ein guter Probeablauf:
- Präsentation unter Echtzeitbedingungen halten.
- Zeit stoppen und nicht unterbrechen.
- Direkt danach fünf Minuten Feedback sammeln.
- Danach 15 Minuten Fachgespräch simulieren.
- Alle Fragen notieren, die du nicht sauber beantworten konntest.
- Präsentation kürzen oder umbauen, wenn der rote Faden fehlt.
Bitte deine Testperson nicht nur um “war gut” oder “war verständlich”. Besser sind konkrete Rückfragen: Was war das Ziel? Warum diese Lösung? Welche Alternative gab es? Wie wurde getestet? Was hat der Kunde davon?
Häufige Fragen zur Checkliste
Soll ich die Präsentation auswendig lernen?
Nein. Lerne Struktur und Übergänge, aber nicht jeden Satz. Auswendig gelernte Präsentationen brechen schnell, wenn du nervös wirst oder eine Folie nicht wie geplant funktioniert.
Wie technisch darf die Präsentation sein?
Technisch genug, um deine Eigenleistung zu zeigen, aber nicht so detailliert, dass der rote Faden verloren geht. Der Prüfungsausschuss muss Problem, Entscheidung, Umsetzung und Ergebnis verstehen.
Was mache ich, wenn ich eine Frage nicht beantworten kann?
Bleib ehrlich. Sag kurz, dass du es gerade nicht sicher beantworten kannst, und erkläre, wie du es fachlich prüfen würdest. Raten wirkt schlechter als ein sauberer Umgang mit Unsicherheit.
Gehört Wirtschaftlichkeit wirklich in jede Präsentation?
Bei Fachinformatiker-Projekten gehört eine wirtschaftliche Betrachtung zum Projektbereich. Sie muss nicht riesig sein, aber du solltest zeigen, dass deine Lösung nicht nur technisch funktioniert, sondern auch sinnvoll ist. Die konkrete Tiefe hängt von Projekt, Fachrichtung und IHK-Vorgaben ab.
Nächster Schritt
Fordere die Fachgespräch-Checkliste über das Formular oben an und lies ergänzend die Seiten zur Projektarbeit und Projektdokumentation.