Einen IT-Arbeitsplatz mit einem Testprotokoll freigeben

Du leitest prüfbare Sollkriterien ab, dokumentierst Positiv- und Negativtests und triffst eine begründete Freigabeentscheidung.

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Berufsbildpositionen: A5A7

Der Arbeitsplatz läuft, aber ist er auch freigabefähig?

Die Nordhain Ingenieurgesellschaft richtet in einer neuen Außenstelle einen Arbeitsplatz für die Bauzeichnerin Mira Reuter ein. Das Notebook NB-27 soll sich am Firmennetz anmelden, auf den Projektordner zugreifen und über einen Netzwerkdrucker ausgeben. Ein unberechtigtes lokales Gastkonto darf den Projektordner dagegen nicht öffnen.

Nach der Einrichtung schreibt eine Person aus dem IT-Team in das Ticket: “Notebook funktioniert.” Diese Aussage hilft dem Betrieb nur wenig. Sie sagt nicht, was geprüft wurde, unter welchen Bedingungen der Test lief und ob ein zweiter Mensch das Ergebnis nachvollziehen könnte. Auch eine einzelne erfolgreiche Anmeldung beweist nicht, dass die Zugriffssperre für das Gastkonto greift.

Ein Testprotokoll schließt diese Lücke. Es verbindet eine vorher festgelegte Erwartung mit einem reproduzierbaren Test und dem tatsächlich beobachteten Ergebnis. So entsteht aus “funktioniert” eine begründete Entscheidung.

In dieser Lektion prüfst du einen bereits eingerichteten Arbeitsplatz als Gesamtsystem. Du brauchst dafür Grundwissen zu Benutzerkonten, Netzwerkverbindungen und Freigaben. Die Lektion behandelt keine Testverfahren für Quellcode. Dafür gibt es die Lektion Eine Softwareänderung mit passenden Testfällen absichern. Auch die eigentliche Übergabe mit Einweisung und Unterschrift folgt erst nach der technischen Prüfung.

Ein Testfall beginnt mit einem entscheidbaren Soll

Ein Test ist nur dann auswertbar, wenn vorher feststeht, welches Ergebnis erwartet wird. “Der Projektordner ist erreichbar” klingt zunächst klar, lässt aber wichtige Fragen offen: Mit welchem Konto? Von welchem Gerät? Welche Aktion soll möglich sein? Wann gilt der Zugriff als erfolgreich?

Für NB-27 vereinbaren Fachbereich und IT deshalb diese Kriterien:

IDSollkriteriumFreigabegrenze
K1Das Domänenkonto m.reuter kann sich an NB-27 anmelden.Anmeldung gelingt mit dem bereitgestellten Erstkennwort und verlangt anschließend einen Kennwortwechsel.
K2Das Konto m.reuter kann im Ordner \\filesrv\\projekte\\Nord eine Datei anlegen, öffnen und wieder löschen.Alle drei Aktionen gelingen ohne zusätzliche Rechteabfrage.
K3Das lokale Konto gast-test hat keinen Zugriff auf den Projektordner.Der Zugriffsversuch wird abgewiesen; Ordnernamen und Dateiinhalte werden nicht angezeigt.
K4Der Drucker NW-OG1-01 ist mit dem vereinbarten A4-Profil nutzbar.Eine einseitige Testseite wird aus Fach 2 ausgegeben und zeigt keine abgeschnittenen Bereiche.
K5Der Arbeitsplatz sperrt eine inaktive Sitzung automatisch.Die Sperre tritt nach spätestens fünf Minuten ohne Eingabe ein.

Die Namen, Konten und Grenzwerte gehören zum neu erstellten Szenario. Sie sind keine allgemeine Empfehlung. In einem echten Auftrag werden Kriterien und Grenzen aus Leistungsbeschreibung, Sicherheitsvorgaben und Betriebskonzept abgeleitet.

Ein gutes Sollkriterium nennt den Gegenstand, die Bedingung, die erwartete Beobachtung und eine Grenze. Die Grenze macht aus einer Beobachtung eine Entscheidung. Bei K5 wäre “Bildschirm sperrt sich irgendwann” deshalb zu ungenau.

Mehrfachauswahl

Erkenne entscheidbare Sollkriterien

Wähle alle Formulierungen aus, bei denen eine andere Person eindeutig über erfüllt oder nicht erfüllt entscheiden kann.

Wähle alle passenden Antworten

Alle passenden Antworten gefunden.

Die Auswahl ist noch nicht vollständig richtig.

B und D nennen eine beobachtbare Handlung oder Grenze. A und C beschreiben sinnvolle Wünsche, aber noch keinen gemeinsamen Maßstab für die Auswertung.

Testvoraussetzungen machen Ergebnisse vergleichbar

Ein Testergebnis gilt nur für die Bedingungen, unter denen es entstanden ist. Wenn m.reuter bereits mit zwischengespeicherten Anmeldedaten angemeldet war, belegt der Versuch nicht sicher, dass die erste Anmeldung am Firmennetz funktioniert. Wenn die prüfende Person statt des vorgesehenen Benutzerkontos ein Administratorkonto nutzt, prüft sie andere Rechte als im späteren Betrieb.

Vor dem Test hält das Team deshalb fest:

  • Gerät und Softwarestand: NB-27, Installationsstand 2026.07.10-rc2
  • Testort und Verbindung: Außenstelle Nord, kabelgebundenes Firmennetz
  • Konten und Ausgangszustand: m.reuter noch nicht angemeldet, gast-test aktiviert, Administratorkonto nur für die Einrichtung
  • benötigte Testdaten: Datei freigabe-test.txt ohne echte Projekt- oder Personendaten
  • abhängige Dienste: Namensauflösung, Domänenanmeldung, Dateidienst und Druckdienst sind laut Betriebsüberwachung verfügbar
  • Verantwortlichkeit und Zeitpunkt: ausführende Person sowie Datum und Uhrzeit des Laufs

Diese Angaben verhindern nicht jede Störung. Sie zeigen aber, worauf sich das Ergebnis bezieht. Fällt während des Tests der Dateidienst aus, lautet der Status nicht automatisch “Arbeitsplatz fehlerhaft”. Der Lauf ist unter dieser Voraussetzung nicht auswertbar und wird nach Wiederherstellung wiederholt.

Schritte, Erwartung und Beobachtung bleiben getrennt

Ein Testfall beschreibt zunächst die Schritte und das erwartete Ergebnis. Erst bei der Durchführung kommt das tatsächliche Ergebnis hinzu. Diese Trennung ist wichtig: Wer die Erwartung erst nach dem Lauf formuliert, kann sie unbewusst an das Beobachtete anpassen.

So sieht der Testfall zu K2 aus:

FeldEintrag
TestfallT-02: Schreibzugriff auf Projektordner
BezugSollkriterium K2
VoraussetzungNB-27 mit Stand 2026.07.10-rc2; Anmeldung als m.reuter; Firmennetz und Dateidienst verfügbar
Schritte1. \\filesrv\\projekte\\Nord öffnen. 2. freigabe-test.txt anlegen. 3. Datei öffnen. 4. Datei löschen.
Erwartetes ErgebnisOrdner öffnet ohne zusätzliche Rechteabfrage. Datei lässt sich anlegen, öffnen und löschen.
Tatsächliches ErgebnisOrdner öffnet. Datei wird angelegt und geöffnet. Beim Löschen erscheint “Zugriff verweigert”.
BelegEreignis-ID FS-8841, Bildschirmfoto T-02-1 ohne vertrauliche Inhalte
Statusnicht erfüllt
AbweichungLöschrecht fehlt für die vorgesehene Rolle. Testdatei bleibt im Projektordner.

Das tatsächliche Ergebnis sollte so konkret sein, dass eine andere Person die Abweichung versteht. “Test fehlgeschlagen” reicht nicht. Der Befund nennt deshalb die erfolgreiche Teilhandlung, den fehlerhaften Schritt, die sichtbare Meldung und einen auffindbaren Beleg.

Ein Beleg stützt die Beobachtung. Das kann ein Protokolleintrag, eine Messdatei, ein Bildschirmfoto oder die Kennung eines Tickets sein. Der Beleg ersetzt die Beschreibung nicht. Ein Bildschirmfoto ohne Testfall, Zeit und Kontext ist später ebenso schwer einzuordnen wie ein Befund ohne Beleg. Vertrauliche Daten gehören nicht unnötig in Testnachweise.

Sortieraufgabe

Bringe einen nachvollziehbaren Testlauf in die richtige Reihenfolge

Ziehe die Einträge an die richtige Position. Geht auch per Tastatur über den Griff.

Die Reihenfolge stimmt.

Die Reihenfolge passt noch nicht.

Die Erwartung steht vor dem Lauf. Danach werden die Voraussetzungen hergestellt, die Schritte durchgeführt und die Beobachtung gesichert. Erst auf dieser Grundlage folgt die Bewertung.

Positiv- und Negativtests betrachten zwei Seiten derselben Regel

Ein Positivtest prüft, ob eine erlaubte oder erwartete Handlung gelingt. T-02 prüft den vorgesehenen Zugriff von m.reuter. Ein Negativtest prüft, ob das System eine nicht erlaubte oder ungültige Handlung kontrolliert ablehnt. Für K3 versucht gast-test, denselben Projektordner zu öffnen.

Der Negativtest ist nicht einfach ein absichtlich kaputter Test. Sein erwartetes Ergebnis ist eine geregelte Ablehnung. Er ist bestanden, wenn der Zugriff verweigert wird und dabei keine schützenswerten Informationen sichtbar werden.

Zuordnungsaufgabe

Ordne die Testabsicht zu

Entscheide, ob vor allem eine erlaubte Funktion oder eine vorgesehene Sperre geprüft wird.

Richtig zugeordnet. Prüfe diese Zuordnung noch einmal.

Richtig zugeordnet. Prüfe diese Zuordnung noch einmal.

Richtig zugeordnet. Prüfe diese Zuordnung noch einmal.

Richtig zugeordnet. Prüfe diese Zuordnung noch einmal.

Richtig zugeordnet. Prüfe diese Zuordnung noch einmal.

von 5 richtig

Positivtests zeigen, dass vorgesehene Handlungen gelingen. Negativtests zeigen, dass verbotene oder ungültige Handlungen kontrolliert abgewiesen werden. Für eine Rechteprüfung sind oft beide Blickrichtungen nötig.

Ein bestandener Positivtest beweist nicht automatisch den Negativfall. Wenn m.reuter zugreifen kann, kann der Projektordner trotzdem versehentlich für alle Konten freigegeben sein. Umgekehrt zeigt eine korrekte Sperre für gast-test noch nicht, dass das berechtigte Konto arbeiten kann.

Eine Abweichung führt zu Korrektur und gezieltem Nachtest

Die Abweichung aus T-02 wird als Ticket INC-271 erfasst. Die Administration korrigiert die Gruppenberechtigung für den Projektordner. Danach reicht es nicht, das Ticket mit “Rechte angepasst” zu schließen. Der ursprüngliche Soll-Ist-Vergleich muss erneut durchgeführt werden.

Der Nachtest wiederholt den betroffenen Testfall nach einer Änderung. Für T-02 nutzt das Team dieselben Voraussetzungen, Schritte und Testdaten mit dem neuen Konfigurationsstand 2026.07.10-rc3. Das Löschen gelingt nun. Der Befund verweist auf den ursprünglichen Lauf und den neuen Beleg.

Zusätzlich wird T-03 mit gast-test wiederholt. Dieser zweite Lauf ist eine kleine Rückwirkungsprüfung: Die Korrektur soll m.reuter das notwendige Recht geben, ohne die Sperre für andere Konten aufzuheben. Eine Änderung kann ein Problem lösen und dabei ein neues erzeugen.

Fehlersuche

Finde den unbrauchbaren Abweichungsbericht

Welche Zeile hilft am wenigsten bei Korrektur und Nachtest?

Fehler gefunden.

Diese Stelle ist nicht die Ursache.

Die pauschale Aussage nennt weder betroffenen Schritt noch Beobachtung oder Ausgangsstand. Bezug, konkretes Ist-Ergebnis, Beleg und geplanter Nachtest machen die Abweichung bearbeitbar.

Vom Sollkriterium zur Freigabe

Der Ablauf zeigt, warum eine Abweichung nicht direkt zu einer Freigabe führt.

Textfassung:

Zuerst werden Sollkriterium und Freigabegrenze festgelegt. Danach stellt das Team die Voraussetzungen her und führt den Test aus. Bei einer Abweichung folgen Korrektur und Nachtest. Ein erfülltes Kriterium wird mit seinem Beleg gesichert. Erst wenn alle für die Freigabe nötigen Befunde vorliegen, wird über die Freigabe entschieden.

Freigabegrenzen müssen vor der Auswertung feststehen

Nicht jede Abweichung hat dieselbe Wirkung. Eine leicht verschobene Seitenkante auf der Testseite kann für den Betrieb akzeptabel sein. Ein unberechtigter Zugriff auf Projektdaten darf dagegen nicht als kleine Schönheitsabweichung behandelt werden.

Für NB-27 wurden vor dem Test drei Klassen vereinbart:

  • blockierend: Ein Sicherheitskriterium ist verletzt oder eine Kernaufgabe ist nicht möglich. Keine Freigabe vor Korrektur und bestandenem Nachtest.
  • wesentlich: Der Betrieb ist eingeschränkt, aber ein abgestimmter Ersatzweg existiert. Eine befristete Freigabe mit dokumentierter Auflage ist nur durch die dafür verantwortliche Stelle möglich.
  • gering: Die Kernaufgabe und Sicherheitskriterien sind erfüllt. Die Abweichung wird mit Termin nachverfolgt und verhindert die vereinbarte Freigabe nicht.

Diese Klassen sind Projektvereinbarungen, keine allgemeingültigen gesetzlichen Kategorien. Entscheidend ist, dass Grenze, Zuständigkeit und mögliche Auflage vor der Ergebnisbewertung feststehen. Sonst wird aus einer Freigabe schnell eine nachträgliche Rechtfertigung.

Nach den Nachtests liegt dieser Stand vor:

KriteriumErgebnis und BelegStatus
K1Erstanmeldung und Kennwortwechsel erfolgreich, Anmeldeprotokoll AUTH-1902erfüllt
K2Nachtest T-02 mit rc3: anlegen, öffnen und löschen erfolgreicherfüllt
K3Nachtest T-03 mit rc3: Zugriff für gast-test abgewiesen, Ereignis FS-8870erfüllt
K4Ausdruck kommt aus Fach 1 statt aus dem vereinbarten Fach 2; Inhalt vollständignicht erfüllt, geringe Abweichung
K5automatische Sperre nach 4 Minuten 58 Sekunden, Messprotokoll T-05erfüllt

Die vorab vereinbarte Grenze erlaubt für die Druckerkonfiguration eine Freigabe mit Nachverfolgung. Die verantwortliche Betriebsleitung kann NB-27 deshalb freigeben und die Korrektur von Fach 2 als Aufgabe mit Termin dokumentieren. Wäre K3 nicht erfüllt, wäre dieselbe Entscheidung unzulässig: Die Sicherheitsabweichung ist blockierend.

Schnellcheck

Triff nachvollziehbare Testentscheidungen

Entscheide dich bei jeder Frage. Du bekommst die Erklärung direkt nach deiner Antwort.

Der Dateidienst fällt während T-02 nachweislich aus. Wie wird der Lauf behandelt?

Das passt.

Noch nicht ganz.

Die festgelegte Testvoraussetzung war nicht erfüllt. Der Lauf liefert deshalb keine belastbare Aussage zu K2. Ursache und Zeitpunkt werden dokumentiert, danach wird der Test unter gültigen Bedingungen wiederholt.

T-02 besteht nach der Rechtekorrektur. Welcher zusätzliche Test ist besonders sinnvoll?

Das passt.

Noch nicht ganz.

Der Nachtest belegt die Korrektur für m.reuter. Die Wiederholung von T-03 prüft zusätzlich, ob die Änderung unbeabsichtigt Rechte für das Gastkonto geöffnet hat.

K3 ist nicht erfüllt, obwohl alle anderen Kriterien bestehen. Welche Entscheidung passt zur vereinbarten Grenze?

Das passt.

Noch nicht ganz.

K3 schützt Projektdaten und ist als blockierend eingestuft. Eine Anzahl bestandener Tests ersetzt die risikobezogene Freigabegrenze nicht.

Geschafft

von 3

Situationen richtig eingeordnet.

Testprotokoll, Softwaretest und Übergabe erfüllen verschiedene Aufgaben

Die Begriffe hängen zusammen, sind aber nicht austauschbar:

AktivitätLeitfrageErgebnis
SoftwaretestVerhält sich ein Programmbaustein oder eine Anwendung in den festgelegten Fällen richtig?Testbefunde zu Softwareverhalten
ArbeitsplatztestErfüllt das eingerichtete Gesamtsystem die vereinbarten Betriebs- und Sicherheitskriterien?Testprotokoll mit Soll-Ist-Vergleich und Belegen
FreigabeentscheidungTragen die Befunde die vorab vereinbarte Betriebsgrenze?freigegeben, mit Auflage freigegeben oder nicht freigegeben
Übergabe und EinweisungSind Leistung, Dokumentation und Bedienwissen bei der zuständigen Person angekommen?Übergabe- oder Abnahmeprotokoll, Einweisungsnachweis und offene Punkte

Ein Testprotokoll kann also eine wichtige Grundlage für die Abnahme sein. Es ist aber nicht automatisch das Abnahmeprotokoll. Die Abnahme hält zusätzlich fest, wer die Leistung in welchem Umfang akzeptiert, welche Unterlagen übergeben wurden und welche offenen Punkte vereinbart sind.

Übernimm die Freigabe für einen zweiten Arbeitsplatz

Transferaufgabe

Plane Testfälle und begründe die Freigabe

Für das Notebook NB-31 gilt: Das Konto s.ozdemir soll sich per VPN anmelden und den Ordner Vertrieb nur lesend öffnen können. Eine Datei darf es dort nicht verändern. Der VPN-Aufbau soll innerhalb von 20 Sekunden gelingen. Im Test dauert der Aufbau 18 Sekunden, Lesen gelingt, eine Datei lässt sich jedoch verändern. Formuliere je einen Positiv- und Negativtest, dokumentiere die Abweichung und triff eine Freigabeentscheidung. Die Schreibsperre ist vorab als blockierend vereinbart.

Musterlösung vergleichen

Musterlösung: Der Positivtest prüft die erlaubte VPN-Anmeldung und den Lesezugriff. Voraussetzung sind NB-31 im festgelegten Softwarestand, ein verfügbares VPN und die Anmeldung als s.ozdemir. Die Schritte messen den VPN-Aufbau und öffnen anschließend eine bekannte Testdatei. Erwartet werden höchstens 20 Sekunden und ein lesbarer Inhalt. Tatsächlich dauert der Aufbau 18 Sekunden und die Datei ist lesbar. Der Negativtest versucht mit demselben Konto, eine markierte Testdatei zu verändern. Erwartet wird eine Ablehnung ohne Änderung des Inhalts. Tatsächlich lässt sich die Datei speichern. Der Befund nennt Datei, Zeitpunkt, Kontokennung, Konfigurationsstand und einen bereinigten Protokollauszug als Beleg. Weil die Schreibsperre blockierend ist, wird NB-31 nicht freigegeben. Nach der Rechtekorrektur werden sowohl der erlaubte Lesezugriff als auch der verbotene Schreibzugriff erneut geprüft.

Das steckt auch in meiner Lösung:

Damit wird aus “funktioniert” eine belastbare Entscheidung

Ein gutes Testprotokoll beginnt vor dem ersten Klick. Sollkriterium, Voraussetzungen, Schritte, Erwartung und Freigabegrenze stehen fest, bevor das tatsächliche Ergebnis eingetragen wird. Positiv- und Negativtests betrachten erlaubtes und verbotenes Verhalten. Belege machen Beobachtungen auffindbar, ersetzen aber nicht ihre verständliche Beschreibung.

Bei einer Abweichung folgen Korrektur und Nachtest. Erst danach wird anhand der vorher vereinbarten Grenzen entschieden. So bleibt die Freigabe auch für Menschen nachvollziehbar, die beim ursprünglichen Test nicht dabei waren.

Belegmatrix

Die Matrix zeigt, worauf die Lernziele beruhen und wo du sie angewendet hast.

LernzielOrdnungsmittelQuellenLernaktivität
Sollkriterien und Freigabegrenzen ableitenLF3, LF6, A5, T1Rahmenlehrplan LF3 und LF6; Ausbildungsrahmenplan Abschnitt A Nummer 5; AP1-Prüfungskatalog Themenkreis 05Kriterien K1 bis K5 und Mehrfachauswahl
Testfälle reproduzierbar dokumentierenLF3, A5, T1Ausbildungsrahmenplan A5; AP1-Prüfungskatalog zum TestprotokollTestfall T-02 und Sortieraufgabe
Positiv- und Negativtests auswählenLF3, A5, T1Rahmenlehrplan LF3; AP1-Prüfungskatalog zu Konfiguration, Test und QualitätssicherungZuordnungsaufgabe zu erlaubtem und abgewiesenem Verhalten
Abweichung, Beleg und Nachtest festhaltenLF6, A5, T1Ausbildungsrahmenplan A5 zu Soll-Ist-Vergleich und Mängelursachen; AP1-Prüfungskatalog zu Soll-Ist-Vergleich und AbweichungsanalyseFehlersuche, Rechtekorrektur und Nachtest T-02/T-03
Freigabe begründet ableitenLF6, A7, T1Ausbildungsrahmenplan Abschnitt A Nummer 7; AP1-Prüfungskatalog Themenkreis 07Freigabetabelle, Quiz und Transferaufgabe

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