Umschulung Fachinformatiker Anwendungsentwicklung (FIAE).

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Die Umschulung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung (FIAE) ist der Weg für alle, die programmieren lernen und Software entwickeln wollen, ohne dafür eine dreijährige Ausbildung zu durchlaufen. In rund 24 Monaten lernst du das Entwickeln von Grund auf und legst dieselbe IHK-Abschlussprüfung ab wie reguläre Auszubildende. Der Abschluss ist bundesweit gleichwertig. Diese Seite erklärt das FIAE-Spezifische. Voraussetzungen, Ablauf und Förderung gelten für alle Fachrichtungen gleich und stehen ausführlich auf der Übersicht Umschulung zum Fachinformatiker.

Für wen passt die Umschulung zum Anwendungsentwickler?

Die Anwendungsentwicklung passt, wenn dich das Bauen von Software mehr reizt als das Betreuen von Servern. Typisch ist Freude daran, ein Problem zu zerlegen, in Code zu übersetzen und so lange zu verfeinern, bis es funktioniert. Du brauchst dafür kein IT-Studium und keine Programmiererfahrung, sondern logisches Denken, Geduld und die Bereitschaft, dranzubleiben, wenn etwas nicht sofort läuft.

Wenn dich dagegen Hardware, Netzwerke und IT-Infrastruktur mehr interessieren, ist die Umschulung zur Systemintegration die passendere Wahl. Beide Wege sind gleich lang und gleich förderfähig, unterscheiden sich aber stark im Alltag. Wer noch schwankt, findet im Vergleich FIAE oder FISI: der Unterschied eine Entscheidungshilfe. Ein detailliertes Berufsbild mit allen Aufgaben und Einsatzgebieten steht auf der Berufsseite Fachinformatiker Anwendungsentwicklung.

Programmieren von null lernen

Der Kern der FIAE-Umschulung ist das Programmieren, und du startest bei den Grundlagen. Am Anfang stehen Variablen, Schleifen und Bedingungen, danach kommen strukturierte Programme, Datenbanken und der Umgang mit den Werkzeugen, die Entwickler täglich nutzen. Welche Sprache dein Träger einsetzt, ist weniger wichtig als die übertragbaren Prinzipien: Wer eine Sprache sauber gelernt hat, findet sich in der nächsten schneller zurecht.

Typische Lerninhalte der Fachrichtung:

  • Grundlagen einer Programmiersprache wie Java, C#, Python oder JavaScript
  • Datenbanken und Abfragen mit SQL
  • Gestaltung und Entwicklung von Benutzeroberflächen
  • Analyse von Anforderungen und Entwurf von Datenmodellen
  • Testen von Software und Qualitätssicherung
  • Versionsverwaltung mit Git und saubere Dokumentation

Neben der reinen Technik lernst du, Anforderungen zu verstehen und deine Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen. Genau das unterscheidet einen Entwickler von jemandem, der nur Code abtippt. Ein realistischer Hinweis: Die 24 Monate verdichten den Stoff von 36 Monaten Ausbildung. Ohne regelmäßiges Üben zu Hause und eigene kleine Projekte ist die Prüfung schwer zu schaffen.

Die Projektarbeit in AP2

Der zweite Teil der IHK-Abschlussprüfung ist bei der Anwendungsentwicklung besonders praxisnah. Du setzt eigenständig eine Softwareaufgabe aus deinem Praktikumsbetrieb um, meist eine Anwendung oder ein abgegrenztes Modul, und dokumentierst den gesamten Weg von der Anforderung über den Entwurf bis zum Test. Anschließend präsentierst du das Projekt und stellst dich einem Fachgespräch. Hier zeigt sich, ob du echte Software abliefern kannst.

Weil die Projektarbeit aus deinem Praktikum stammt, ist ein guter Praktikumsbetrieb doppelt wertvoll: Er liefert dir sowohl die nötige Praxiserfahrung als auch das Thema für die Prüfung. Wie die gestreckte Abschlussprüfung insgesamt aufgebaut ist, erklären die Seiten zu AP Teil 1 und AP Teil 2.

Voraussetzungen, Ablauf und Förderung

Diese Punkte sind für alle Fachinformatiker-Fachrichtungen gleich und deshalb hier nur kompakt zusammengefasst. In der Regel erwarten Träger und Agentur für Arbeit eine abgeschlossene Erstausbildung oder rund drei Jahre Berufserfahrung sowie Deutsch auf etwa B2-Niveau. Eine gesetzliche Altersgrenze gibt es nicht. Die Kosten übernimmt je nach Lebenslage ein Kostenträger, am häufigsten die Agentur für Arbeit über einen Bildungsgutschein.

Die vollständige Darstellung mit Kostenträger-Tabelle, Zeitmodellen und Teilzeit-Option findest du auf der Übersicht Umschulung zum Fachinformatiker. Welche Förderung in deiner Situation greift, klärst du im Beratungsgespräch vor Beginn.

Was verdient ein Anwendungsentwickler nach der Umschulung?

Der Abschluss ist mit dem der regulären Ausbildung identisch, deshalb gelten dieselben Gehaltsspannen. Das Einstiegsgehalt hängt von Region, Arbeitgeber und dem eingesetzten Tech-Stack ab. Fehlende Berufspraxis kann den ersten Einstieg dämpfen, ein gutes Praktikum und ein kleines Portfolio eigener Projekte gleichen das aus. Belastbare Zahlen findest du auf der Seite Fachinformatiker Anwendungsentwicklung Gehalt.

Nächster Schritt

Lies die Übersicht Umschulung zum Fachinformatiker für Ablauf und Voraussetzungen im Detail und kläre die Finanzierung. Bei der Trägerwahl hilft dir die Seite Umschulungsanbieter finden mit den passenden Kriterien und unserer Empfehlung. Wenn du das Berufsbild vertiefen willst, hilft die Berufsseite Fachinformatiker Anwendungsentwicklung. Unsicher bei der Fachrichtung? Vergleiche FIAE und FISI oder nutze das Berufsquiz.

Häufige Fragen.

Nein. Die Umschulung setzt kein Programmier-Vorwissen voraus, du lernst die Grundlagen von null auf. Erwartet werden logisches Denken, Ausdauer beim Lösen von Problemen und Deutschkenntnisse auf etwa B2-Niveau. Erste eigene Erfahrungen mit einer Programmiersprache schaden nicht, sind aber kein Aufnahmekriterium. Viele Träger prüfen die grundsätzliche Eignung über einen Logiktest.
Die konkrete Auswahl hängt vom Bildungsträger ab. Häufig kommen Sprachen wie Java, C#, Python oder JavaScript zum Einsatz, dazu SQL für Datenbanken und Werkzeuge wie eine Entwicklungsumgebung und die Versionsverwaltung Git. Wichtiger als eine bestimmte Sprache sind die übertragbaren Grundlagen: sauberes Programmieren, Datenmodelle, Testen und das Verstehen von Anforderungen.
Die Anwendungsentwicklung (FIAE) dreht sich um das Konzipieren, Programmieren und Testen von Software. Die Systemintegration (FISI) kümmert sich um Aufbau und Betrieb von Servern, Netzwerken und IT-Infrastruktur. Ablauf, Dauer und Förderung sind bei beiden gleich, die Lerninhalte und die spätere Tätigkeit unterscheiden sich deutlich. Wenn dich Programmieren reizt, passt eher FIAE.
In Teil 2 der Abschlussprüfung setzt du eigenständig eine Softwareaufgabe aus deinem Praktikumsbetrieb um und dokumentierst dein Vorgehen. Anschließend präsentierst du das Projekt und stellst dich einem Fachgespräch. Hier zeigt sich, ob du Anforderungen verstehst, technische Entscheidungen begründen und funktionierende Software abliefern kannst.