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Die Umschulung zum Fachinformatiker Systemintegration (FISI) ist der Weg für alle, die IT-Systeme aufbauen und betreiben wollen, von Servern über Netzwerke bis zur IT-Sicherheit. In rund 24 Monaten lernst du das von Grund auf und legst dieselbe IHK-Abschlussprüfung ab wie reguläre Auszubildende. Der Abschluss ist bundesweit gleichwertig. Diese Seite erklärt das FISI-Spezifische. Voraussetzungen, Ablauf und Förderung gelten für alle Fachrichtungen gleich und stehen ausführlich auf der Übersicht Umschulung zum Fachinformatiker.
Für wen passt die Umschulung zur Systemintegration?
Die Systemintegration passt, wenn dich Technik zum Anfassen mehr reizt als das Schreiben von Software. Typisch ist Freude daran, Systeme einzurichten, Netzwerke zum Laufen zu bringen und einer Störung so lange auf den Grund zu gehen, bis die Ursache gefunden ist. Du brauchst dafür kein IT-Studium, sondern gute PC-Kenntnisse, technisches Interesse und ein geduldiges, systematisches Vorgehen.
Wenn dich dagegen das Programmieren mehr interessiert, ist die Umschulung zur Anwendungsentwicklung die passendere Wahl. Beide Wege sind gleich lang und gleich förderfähig, unterscheiden sich aber stark im Alltag. Wer noch schwankt, findet im Vergleich FIAE oder FISI: der Unterschied eine Entscheidungshilfe. Ein detailliertes Berufsbild mit allen Aufgaben und Einsatzgebieten steht auf der Berufsseite Fachinformatiker Systemintegration.
Server, Netzwerke und IT-Sicherheit von Grund auf
Der Kern der FISI-Umschulung ist der Betrieb vernetzter IT-Systeme, und du startest bei den Grundlagen. Du lernst, wie Netzwerke aufgebaut sind, wie Server und Dienste eingerichtet werden und wie du Systeme absicherst und am Laufen hältst. Vieles davon übst du an echten oder virtualisierten Umgebungen, weil Systemintegration ein praktisches Handwerk ist.
Typische Lerninhalte der Fachrichtung:
- Netzwerke: IP-Adressierung, Routing, Switching und Netzwerkdienste
- Server- und Betriebssystem-Administration (Windows und Linux)
- Virtualisierung und grundlegende Cloud-Konzepte
- Verzeichnisdienste, Benutzerkonten und Rechteverwaltung
- IT-Sicherheit, Firewalls und Datensicherung
- systematische Störungsanalyse und technischer Support
Neben der Technik lernst du, Anforderungen zu verstehen, Systeme sauber zu dokumentieren und deine Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen. Ein realistischer Hinweis: Die 24 Monate verdichten den Stoff von 36 Monaten Ausbildung. Ohne regelmäßiges Üben zu Hause, etwa an einem kleinen Heimlabor, ist die Prüfung schwer zu schaffen.
Vom Quereinsteiger zum Systemadministrator
Ein häufiges Ziel dieser Umschulung ist die Rolle des Systemadministrators. Genau die Aufgaben, die einen Admin ausmachen, stehen im Zentrum der Fachrichtung: Server und Netzwerke einrichten, Dienste bereitstellen, Benutzerkonten und Zugriffsrechte verwalten, Backups organisieren und Störungen beheben. Der IHK-Abschluss ist die anerkannte Grundlage, die viele Arbeitgeber für Administrationsstellen erwarten.
Realistisch bleibt: Der Abschluss allein ist keine Jobgarantie. Wer im Praktikum echte Systeme betreut hat und das mit einem dokumentierten Heimlabor oder ersten Zertifizierungen ergänzt, hat beim Einstieg als Administrator die besseren Karten. Mit Berufserfahrung öffnen sich später Spezialisierungen in Cloud, Netzwerkbetrieb oder IT-Sicherheit.
Die Projektarbeit in AP2
Der zweite Teil der IHK-Abschlussprüfung ist bei der Systemintegration besonders praxisnah. Du setzt eigenständig eine Aufgabe aus deinem Praktikumsbetrieb um, etwa die Einrichtung eines Serverdienstes oder eines Netzwerkabschnitts, und dokumentierst den Weg von der Planung über die Umsetzung bis zur Inbetriebnahme. Anschließend präsentierst du das Projekt und stellst dich einem Fachgespräch.
Weil die Projektarbeit aus deinem Praktikum stammt, ist ein guter Praktikumsbetrieb doppelt wertvoll: Er liefert dir sowohl die nötige Praxiserfahrung als auch das Thema für die Prüfung. Wie die gestreckte Abschlussprüfung insgesamt aufgebaut ist, erklären die Seiten zu AP Teil 1 und AP Teil 2.
Voraussetzungen, Ablauf und Förderung
Diese Punkte sind für alle Fachinformatiker-Fachrichtungen gleich und deshalb hier nur kompakt zusammengefasst. In der Regel erwarten Träger und Agentur für Arbeit eine abgeschlossene Erstausbildung oder rund drei Jahre Berufserfahrung sowie Deutsch auf etwa B2-Niveau. Eine gesetzliche Altersgrenze gibt es nicht. Die Kosten übernimmt je nach Lebenslage ein Kostenträger, am häufigsten die Agentur für Arbeit über einen Bildungsgutschein.
Die vollständige Darstellung mit Kostenträger-Tabelle, Zeitmodellen und Teilzeit-Option findest du auf der Übersicht Umschulung zum Fachinformatiker. Welche Förderung in deiner Situation greift, klärst du im Beratungsgespräch vor Beginn.
Was verdient man nach der Umschulung zur Systemintegration?
Der Abschluss ist mit dem der regulären Ausbildung identisch, deshalb gelten dieselben Gehaltsspannen. Das Einstiegsgehalt hängt von Region, Arbeitgeber, Verantwortung und Spezialisierung ab. Fehlende Berufspraxis kann den ersten Einstieg dämpfen, ein gutes Praktikum und nachweisbare Praxis gleichen das aus. Belastbare Zahlen findest du auf der Seite Fachinformatiker Systemintegration Gehalt.
Nächster Schritt
Lies die Übersicht Umschulung zum Fachinformatiker für Ablauf und Voraussetzungen im Detail und kläre die Finanzierung. Bei der Trägerwahl hilft dir die Seite Umschulungsanbieter finden mit den passenden Kriterien und unserer Empfehlung. Wenn du das Berufsbild vertiefen willst, hilft die Berufsseite Fachinformatiker Systemintegration. Unsicher bei der Fachrichtung? Vergleiche FISI und FIAE oder nutze das Berufsquiz.